Initiative Werte-Stipendium – Veranstaltung am 22. März 2011 im Literaturhaus Frankfurt
Initiative Werte-Stipendium – Veranstaltung am 22. März 2011 im Literaturhaus Frankfurt
Zukunft braucht Herkunft – Werte im Sport und Management. Dies war der Titel der gemeinsamen Veranstaltung der Initiative Werte-Stipendium, der Stiftung Deutsche Sporthilfe und der Wertekommission (mit freundlicher Unterstützung der Hauck & Aufhäuser Bank und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung). Im Zuge der Vergabe von Wertestipendien an die jungen Athleten Nicole Wötzel, Andreas Wank und Maximilian Arndt ging es bei diesem feierlichen Anlass darum, die Gemeinsamkeiten zwischen wertebewusstem Handeln im Sport und in der Wirtschaft deutlich zu machen. Hierzu betonte der Präsident der Stiftung Deutsche Sporthilfe, Dr. Michael Ilgner: „Im Sport geht es nicht um Erfolg um jeden Preis. Sportliche Werte liegen in der Leistung, im Fair Play und vor allem im Miteinander!“ Sven Korndörffer, Vorsitzender der Wertekommission, schlägt daraus die Brücke zu den Werten der Wertekommission: „Leistung zeigt den Einsatzwillen, der sich vor allem in Mut und Disziplin äußert. Fair Play steht bei uns für Respekt und Integrität. Im Miteinander sind Verantwortung und Vertrauen unabdingbar!“ Eine Wertegemeinschaft sei eine Leistungsgemeinschaft – dies zeige sich im Sport wie in der Wirtschaft.
Heinrich von Pierer und Jürgen Weber als langjährige aktive Förderer der Sporthilfe und erfahrene Wirtschaftskenner unterstützten dies an dem Abend in Diskussionen mit den bekannten Vertretern des Sports Heiner Brandt und Birgit Fischer. Jürgen Weber weist darauf hin, dass Erfahrungen im Sport auch unabdingbar in der Wirtschaft sind: „Man lernt im Sport, Niederlagen zu erleben, zu überwinden und sie zum Anstoß langfristiger Lösungen zu empfinden, um in der Balance zwischen Interessen langfristige und nachhaltige Lösungen zu finden.“ Heiner Brandt untermalt dies mit seinem Grundsatz: „Am wichtigsten ist es, im Team zu arbeiten – hierfür ist Vertrauen zueinander die Grundlage und damit der wichtigste Wert. Daraus folgt Respekt, den jeder verdient, auch wenn er Fehler macht.“ Die Vorbildfunktion und die Glaubwürdigkeit würden vertrauens- und respektvolles Verhalten sichern – darin waren sich die beiden Diskussionspartner einig.
Bei Heinrich von Pierer und Birgit Fischer indes standen vor allem Mut und Verantwortung im Vordergrund: „In meiner eigenen Biografie hat Mut immer eine besondere Rolle gespielt: ich habe oft widersprochen, diskutiert und meine eigenen Schwerpunkte gesetzt – auch und vor allem in der Abgrenzung und Integration meiner Mutterschaft zum Sport. Zuletzt war meine Entscheidung, mit 42 Jahren noch weiterzumachen, in diesem Umfeld mutig“, erzählt Birgit Fischer, die ausführt, dass sie aus diesem Antrieb auch immer ihre eigene Motivation abgeleitet hat. Heinrich von Pierer fand sich in dieser Einstellung wieder und stellte fest, man brauche auch Mut zum Vertrauen. Als Vorstandsvorsitzender von Siemens habe er 500 000 Mitarbeiter führen und den Überblick über sämtliche Aktivitäten behalten müssen. Ohne Vertrauen sei dies unmöglich. Vertrauen sei immer auch ein Risiko und es erfordert Mut. Doch „lieber einmal betrogen werden als ein Leben lang misstrauisch zu sein“ – dies ist seine feste Überzeugung.
„Mut und Verantwortung sowie auch Leidenschaft in all diesen Lebensbereichen, in denen Menschen Leistung und ein Miteinander pflegen – vor allem also im Sport und in der Wirtschaft -, dies ist auch unser Antrieb gewesen, gemeinsam eine solche Aktion wie diesen Abend auf die Beine zu stellen“, resümiert schließlich der Initiator des Abends, Holger Follmann, Vorsitzender der Initiative Werte-Stipendium. Bessere Repräsentanten dieser gemeinsamen Werte als die drei Veranstalter, hätten sich dabei nicht finden können. Dies ist der offizielle Beginn einer noch lange währenden Partnerschaft!
