MANUEL J. HARTUNG

„In Zeiten, die allen Anlass zum Pessimismus geben, ist Optimismus eine avantgardistische Kraft. Der Kernwert Mut ist dabei entscheidend. Die Abwesenheit von Mut kann eine Gesellschaft lähmen. Das Sicherheitsbedürfnis vieler Menschen ist sehr groß, Angst vor dem Scheitern hemmt vieles. Es sollte gelingen, aus einer Angstkultur eine Mutkultur zu machen – eine Kultur, in der es einen Wert darstellt, Dinge neu zu denken und anders zu machen, Neues zu gründen und zu begründen. Die Wertekommission kann, ja!, zu Mut ermutigen.

Werte und Bildung hängen eng zusammen. Ohne Orientierung in Kitas, Schulen und Hochschulen, wird eine wertevolle Gesellschaft nicht entstehen. Umfassende Bildung muss nicht nur Wissen vermitteln und auf einen Beruf vorbereiten, sondern sich auch um die Herzensbildung bemühen.

Die Welt verändert sich gerade radikal. Doch gerade weil wir so ins Offene hineinsteuern, ist es sinnvoll, nicht zu viele in sich geschlossene und kleinteilige Dinge zu lernen. Viel wichtiger ist es, einen Schritt zurückzutreten und sich zu fragen: Wie sind wir kreativ? Wie können wir uns Neues aneignen? Wie gehen wir mit Unsicherheiten um und können daran wachsen? Müssen wir Verunsicherungsfähigkeit lernen? Die Vermittlung von Werten wird dabei helfen.“

 

Manuel J. Hartung, Jahrgang 1981, ist der Wochenzeitung DIE ZEIT seit über einem Jahrzehnt verbunden, in der Redaktion wie im Verlagsmanagement: Er schrieb über Hochschulpolitik, baute das Studentenmagazin ZEIT CAMPUS mit auf und führte dann die Content-Marketing-Tochter TEMPUS CORPORATE. Zurzeit ist er Leiter des Ressorts CHANCEN der ZEIT und gibt die Magazine ZEIT CAMPUS, ZEIT SPEZIAL und ZEIT GERMANY heraus.

 

Manuel Hartung wuchs in Nordhessen auf, ging auf die Henri-Nannen-Journalistenschule in Hamburg und studierte in Bonn und New York Geschichte sowie Public Administration in Harvard. In Göttingen und St. Gallen unterrichtete er Journalismus.

 

Er engagiert sich bei der „Wertekommission“, bei „Fleiß und Mut – Verein zur Förderung journalistischer Weiterbildung für hochqualitative Recherchen“, bei „Common Purpose Deutschland“ und in der Katholischen Kirche.

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