Das Buch der Wertekommission
„Ihre Werte, bitte!"
2. Auflage mit aktualisierten und neuen Portraits im Februar 2012
Presse
Führungskräfte in Deutschland erwarten weiter steigende Bedeutung von werteorientierter Unternehmensführung
- Führungskräftebefragung 2012 der „Wertekommission – Initiative Werte Bewusste Führung e.V.“ zeigt: Überwältigende Mehrheit sieht bedeutenden Beitrag von Werten für dauerhaften Unternehmenserfolg
- Kernwerte „Verantwortung“ und „Vertrauen“
- Vorgelebter Wertekanon als Voraussetzung für alle positiven Effekte wertebasierter Unternehmensführung
Bonn, 3. Februar 2012 – Belastbare und glaubwürdige Wertesysteme leisten nach Einschätzung von Führungskräften in Deutschland einen bedeutenden Beitrag zum dauerhaften Unternehmenserfolg und verbessern die Voraussetzungen von Unternehmen, mit makroökonomischen Verwerfungen und Unsicherheiten umzugehen. Gleichzeitig erwartet eine klare Mehrheit der Führungskräfte, dass der Stellenwert von Werten in den Unternehmen in den kommenden Jahren noch weiter steigen wird.
Dies sind zentrale Ergebnisse der Führungskräftebefragung 2012 der „Wertekommission – Initiative Werte Bewusste Führung e.V.“, die in Zusammenarbeit mit der Universität Duisburg-Essen, dem Kulturwissenschaftlichen Institut Essen und dem Steinbeis Transferzentrum ISL durchgeführt wurde. Die Wertekommission führt seit 2007 regelmäßig Befragungen unter Führungskräften durch, mit dem Ziel, das Denken und Handeln der Entscheider in der Wirtschaft zum Thema Werte transparent zu machen. An der nunmehr vierten Befragungswelle der Wertekommission nahmen mehrere Hundert Führungskräfte aus Deutschland teil. Die Befragung fand im Herbst/Winter 2011 statt, also in einer Phase prosperierender Realwirtschaft, bei einer im Zeichen der Euro-Schuldenkrise zugleich wachsenden Verunsicherung über die wirtschaftlichen Perspektiven und einer anhaltend hohen Volatilität an den Finanzmärkten.
„Unsere jüngste Führungskräftebefragung belegt, dass die Frage nach dem Beitrag von Werten zum Unternehmenserfolg – anders als vor fünf Jahren – inzwischen eindeutig entschieden ist: Über 90 Prozent der befragten Führungskräfte schätzen diesen Beitrag als sehr hoch oder hoch ein – quer durch alle relevanten Altersgruppen. Das heißt im Klartext: Werte schaffen Wert – oder helfen in schwierigen Zeiten zumindest dabei, den geschaffenen Wert zu bewahren“, erklärt Kai Hattendorf, Vorstandsmitglied der Wertekommission und Co-Autor der Studie. Diese zeigt, dass Führungskräfte aus der Altersgruppe ab 46 Jahren den Zusammenhang zwischen Werten und Unternehmenserfolg noch einmal deutlicher sehen als diejenigen zwischen 36 und 45 Jahren. „Der Grund hierfür dürfte darin liegen, dass sich mit zunehmender Führungserfahrung positive Alltagserfahrungen mit werteorientierter Führung zu einem belastbaren und bewährten Führungsprinzip addieren. So entsteht ein sich selbst verstärkender positiver Effekt“, erläutert Hattendorf.
Fast 80 Prozent der Befragten erwarten, dass der Stellenwert von Werten in Unternehmen in den kommenden Jahren noch weiter wachsen wird. Mit jeweils über 70 Prozent Nennungen haben die Werte „Verantwortung“ und „Vertrauen“ als Unternehmenswerte für die Befragten die mit Abstand größte Bedeutung. Sie gelten als die Grundfesten für ein langfristiges Bestehen von Unternehmen am Markt. Es folgen die Werte „Integrität“ und „Nachhaltigkeit“ – eng verwandt mit „Verantwortung“.
„Die Führungskräfte orientieren sich eng an den althergebrachten Idealen des Ehrbaren Kaufmanns. Man macht einfach lieber Geschäfte und arbeitet lieber mit und in einem Unternehmen, das heute nach denselben guten und authentischen Grundsätzen verfährt wie gestern und auch in der Zukunft“, erläutert Co-Autor Mathias Bucksteeg.
Formelle Werte-Kodizes und -Manifeste werden von der klaren Mehrheit der Befragten als wichtig eingeschätzt. Zugleich wird von vielen – vor allem jüngeren – Führungskräften aber auch eine starke Kluft zwischen der Manifestierung von unternehmerischen Werten in solchen Kodizes und geschäftlichen Zielvorgaben wie Umsatz und Gewinn wahrgenommen. Die gezielte Kommunikation des Wertesystems – nach innen und außen – ist gleichwohl für die weit überwiegende Mehrzahl der Befragten hochrelevant. Noch wichtiger aber scheint der Praxistest: Für über 95 Prozent der Befragten ist ein glaubwürdig vorgelebter Wertekanon die Voraussetzung für alle positiven Effekte wertebasierter Unternehmensführung. Ohne die praktische Erfahrung, dass und wie Werte im Unternehmen gelebt werden können, werden Werte für irrelevant gehalten.
Eng verbunden mit der Frage nach den festgeschriebenen bzw. gelebten Unternehmenswerten ist jene nach den persönlichen Eigenschaften, die das wertebasierte Miteinander in einem Unternehmen prägen sollten: Über 90 bzw. fast 80 Prozent der Befragten schätzen „Zuverlässigkeit“ und „Ehrlichkeit“ als wichtigste Eigenschaften von Kollegen und Vorgesetzten ein. Gleichzeitig ist eine starke Präferenz für Dialog- und Teamorientierung zu Lasten von Individualismus im Sinne von Alleinentscheidungen festzustellen. Die wichtigsten Werte – ganz oben steht hier „Vertrauen“ – helfen dabei sowohl dem verantwortlich entscheidenden Manager als auch dem Team.
„Mit der wirtschaftlichen Erholung tritt aktuell wieder eine neue Managementgeneration in die Unternehmen ein. Sie ist geprägt von veränderten Arbeitsstilen wie mobile working und social collaboration, sie kommuniziert dank social media anders und direkt, und sie formuliert neue Ansprüche an die Art und Weise, wie die Zusammenarbeit in Organisationen funktionieren soll. Wertesysteme und eine entsprechende Haltung der Unternehmen setzt diese Generation als selbstverständlich voraus. Die Unternehmen müssen sich der damit verbundenen Herausforderung stellen, wenn sie den Wettbewerb um die besten Talente nicht verlieren wollen“, resümiert Bucksteeg.
Ansprechpartner Presse:
Mathias Bucksteeg, Tel. 0178-7030669
Kai Hattendorf, Tel. 0171-5441198
Für Rückfragen:
Wertekommission - Initiative Werte Bewusste Führung e.V.
Geschäftsstelle Bonn
Tel. 0228-2425941
Über die Wertekommission:
Seit ihrer Gründung im Jahr 2004 ist der Begriff „Wertekommission“ zum Markenzeichen geworden. Der Untertitel „Initiative Werte Bewusste Führung“ macht das Anliegen des Vereins noch klarer: Die Wertekommission, die auf dem ehrenamtlichen Engagement jüngerer Führungskräfte aus verschiedenen deutschen Unternehmen basiert, tritt dafür ein, dass sich Werte als Grundlage modernen Managements und erfolgreicher Führung durchsetzen. Die von der Wertekommission definierten sechs Kernwerte sind Nachhaltigkeit, Integrität, Vertrauen, Verantwortung, Mut und Respekt, sie bilden die Grundlage der Arbeit der Wertekommission. Das Buch „Ihre Werte, bitte!“ erscheint im Februar 2012 bei Springer Gabler. Weitere Informationen finden Sie unter www.wertekommission.de.
Werteorientierung hat für Führungskräfte in Deutschland auch nach der Wirtschafts- und Finanzkrise Hochkonjunktur
- 3. Führungskräftebefragung der „Wertekommission - Initiative Werte Bewusste Führung e. V.“ zeigt weiter steigende Relevanz von Werten für die Unternehmensführung
- Respekt, Fairness und Integrität werden auch für die Zeit nach der Krise als Kernwerte angesehen
- Zunehmende Bereitschaft von Führungskräften, aktiv für eine stärkere Werteorientierung im Unternehmen einzutreten
Bonn, 22. Oktober 2010 – Gelebte Werte als Führungsinstrument und als Weg zu höherer und nachhaltigerer Wertschöpfung spielen für Führungskräfte in deutschen Unternehmen auch nach der Überwindung der Wirtschafts- und Finanzkrise eine immer wichtigere Rolle. Werte werden nicht als konjunkturelles Phänomen angesehen, sondern als struktureller Faktor, der die Unternehmensentwicklung maßgeblich mit beeinflusst. Zugleich sind nach Ansicht der Führungskräfte die Chancen heute – trotz weiterhin bestehender Defizite – besser denn je, Werte im Unternehmensalltag umzusetzen.
Dies sind zentrale Ergebnisse der 3. Führungskräftebefragung der „Wertekommission – Initiative Werte Bewusste Führung e.V.“, die in Zusammenarbeit mit der VALORESS Strategieberatungsgesellschaft durchgeführt worden ist. Befragt wurden dabei rund 300 Führungskräfte aus allen Altersgruppen. Die Befragung fand in der ersten Jahreshälfte 2010 statt, also nachdem die wirtschaftliche Erholung bereits an Fahrt gewonnen hatte und die akute Krise gemeinhin als überwunden galt.
„Die nunmehr dritte Führungskräftebefragung der Wertekommission seit 2007 belegt erneut, dass die Relevanz von Werten in der Wirtschaft als Führungs- und Steuerungsinstrument stetig steigt, nicht zuletzt getrieben durch die immer eindeutigere Erwartungshaltung von Kunden und Gesellschaft an die Unternehmen“, erklärt Kai Hattendorf, Vorstandsmitglied der Wertekommission und Co-Autor der Studie. „Die Befragung zeigt eindeutig, dass Werteorientierung endgültig von der Peripherie ins Zentrum der Unternehmen gerückt ist. Werte schaffen Wert, das gilt für Führungskräfte in Deutschland heute mehr denn je.“ „Die Studie zeigt zudem, wie wichtig es ist, Werte im Führungskontext operationalisierbar zu gestalten“, so Dr. Hubertus Zilkens von VALORESS.
Im Zeitablauf weitgehend stabil ist das Wertegerüst der Führungskräfte. Was vor der Krise galt, gilt jetzt erst recht. So sind Respekt, Fairness und Integrität weiterhin zentrale Attribute, die für Führungskräfte von Bedeutung sind. Für eine nachlassende Werteorientierung nach der Krise liefert die Befragung keine Indizien – im Gegenteil. Die Entschlossenheit der Führungskräfte hat deutlich zugenommen, sich für Werte im Unternehmensalltag einzusetzen, im Zweifelsfall auch gegen eine vermeintliche betriebswirtschaftliche Logik. Umgekehrt ist die Bereitschaft zu Kompromissen bei Defiziten in der Werteorientierung bzw. bei konkreten Verletzungen von zentralen Werten im Unternehmensalltag vergleichsweise gering ausgeprägt. Führungskräfte sind auch zunehmend bereit, Missstände offen anzusprechen. So plädieren nur 27,8 Prozent der Führungskräfte für die Einrichtung einer anonymen Ansprechstelle bei Fehlverhalten von Vorgesetzten oder Kollegen – ein bemerkenswerter Ausdruck einer auf Transparenz basierenden Wertekultur. In diesem Sinne hat auch der Kernwert „Mut“ für die Befragten eine neue Konnotation erhalten.
Eine weitere gute Nachricht in diesem Zusammenhang: Rund zwei Drittel aller Befragten sind der Meinung, generell hätten sich die Chancen zur Umsetzung von Werten in ihren Unternehmen verbessert. Die Unternehmen kommen damit zunehmend in der dritten Phase wertebewussten Handelns an: Wurden vor Jahren zuerst mit der Belegschaft Werte definiert und postuliert, so kam es dann – befeuert durch eine Reihe öffentlich breit diskutierter Fälle von Fehlverhalten einzelner Top-Manager – zur internen wie externen Glaubwürdigkeitsprüfung der so erstellten Wertesysteme. Heute sind in vielen Fällen Wertvorstellungen in Unternehmen erarbeitet, vermittelt und akzeptiert – und darüber hinaus oft auch in die Entlohnungssysteme implementiert. Gleichzeitig steigt der Druck von außen, von Kunden wie von sonstigen Stakeholdern – auf die Unternehmen, die sich dem Thema verweigern.
Eine weitere neue Tendenz gegenüber früheren Befragungen: Der Wertebezug ist konkreter geworden, Führungskräfte fühlen sich der Gesellschaft verpflichtet – wobei für zwei Drittel der Befragten das soziale Engagement im Mittelpunkt steht. Wenn es darum geht, welchen Beitrag gelebte Unternehmenswerte zur Lösung gesellschaftlicher Probleme leisten, zeichnet sich darüber hinaus eine gewachsene Erwartungshaltung ab: Die Unternehmen sollen sich aus Sicht ihrer Führungskräfte nicht nur aktiv an der Umsetzung von Nachhaltigkeits-Prinzipien, etwa im Bereich Umwelt, und für die Bildung engagieren (wobei sich unternehmerischer Nutzen und gesellschaftlicher Ertrag gegenseitig befruchten würden). Darüber hinaus aber sind die Unternehmen aus Sicht der Führungskräfte der Schlüssel für eine aktivere und stärker engagierte Gesellschaft insgesamt.
Neu ist aber auch der Ruf nach dem Staat. Das Eingreifen der Bundesregierung in der Bankenkrise hat offenbar einen positiveren Eindruck hinterlassen als zu vermuten schien. Rund ein Drittel der befragten Führungskräfte halten ein staatliches Eingreifen in Krisenzeiten für gerechtfertigt – womit der Staat indirekt auch als Garant von Unternehmenswerten in Anspruch genommen wird.
Insgesamt zeigt die Studie, dass für Führungskräfte in der Wertestruktur der Unternehmen kein kurzfristiger Reparaturbedarf besteht, sondern ein struktureller Reorganisationsbedarf. „Werte werden in den großen Kontext von Marktveränderungen, gesellschaftlichen Trends und Mentalitätsveränderungen gestellt. Während frühere Studien den engen Zusammenhang zwischen persönlichen und im Unternehmen erlebbaren Werten herausgestellt haben, müssen nun die Kreise weiter gezogen werden“, erklärt Co-Autor Mathias Bucksteeg, ebenfalls Vorstandsmitglied der Wertekommission. „Die Führungskräfte haben erkannt, dass ihre Unternehmen sich nicht unabhängig von Fragen wie Bildung und sozialer Gerechtigkeit bewegen können. Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat den Blick dafür deutlich geschärft.“
Über die Wertekommission:
Seit ihrer Gründung im Jahr 2004 ist der Begriff „Wertekommission“ zum Markenzeichen geworden. Der Untertitel „Initiative Werte Bewusste Führung“ macht das Anliegen des Vereins noch klarer: Die Wertekommission, die auf dem ehrenamtlichen Engagement jüngerer Führungskräfte aus verschiedenen deutschen Unternehmen basiert, tritt dafür ein, dass sich Werte als Grundlage modernen Managements und erfolgreicher Führung durchsetzen. Die von der Wertekommission definierten sechs Kernwerte sind Nachhaltigkeit, Integrität, Vertrauen, Verantwortung, Mut und Respekt. Sie wurden auf mittlerweile 25 so genannten Werteforen intensiv diskutiert und geschärft, neu gefasst und wieder überarbeitet. Die sechs Kernwerte bilden die Grundlage der Arbeit der Wertekommission, die neben den Werteforen Führungskräftebefragungen initiiert und Bücher zum Thema Werteorientierung publiziert, zuletzt „Ihre Werte, bitte!“, erschienen 2010 beim Gabler-Verlag.
Ansprechpartner Presse:
Sven Korndörffer, Tel. 0172-291 3333 (Vorstandsvorsitzender)
Mathias Bucksteeg, Tel. 0178-7030669
Kai Hattendorf, Tel. 0171-5441198
Für Rückfragen:
Wertekommission - Initiative Werte Bewusste Führung e.V.
Geschäftsstelle Bonn
Tel. 0228-2425941
Über VALORESS:
Seit seiner Gründung im Jahr 2005 berät die VALORESS Strategieberatungsgesellschaft in den Bereichen Werte, Marke und Führung Führungskräfte mittelständischer Unternehmen und Konzerne. Die thematische Verzahnung der drei Unternehmensbereiche Strategie, Personal und Marketing/Vertrieb ist ein wesentliches Alleinstellungsmerkmal von VALORESS. Grundlage der Beratungstätigkeit von VALORESS ist die Operationalisierung des abendländischen Denkgebäudes. Seine Beratung orientiert sich streng an dem Erfahrungswissen einer zwei Jahrtausende währenden abendländischen Tradition. VALORESS bekennt sich zu dem Satz: Zukunft braucht Herkunft
Kontaktdaten:
Benedikt Conin
Dieter Zeibig
Dr. Hubertus Zilkens
Theodor Heuss Ring 23, 50668 Köln
Top-Manager wider die Wertekrise
In dem von der Wertekommission herausgegebenen Buch „Ihre Werte, bitte!“ geben deutsche Führungskräfte Einblick in ihr Werteverständnis
Bonn/Wiesbaden, 27. April 2010 – Das Vertrauen in die Wirtschaft und ihre Eliten hat zusehends abgenommen. Die Mehrheit der Gesellschaft glaubt, eine mangelnde Werteorientierung in den Führungsetagen ausgemacht zu haben. Vor diesem Hintergrund hat die „Wertekommission e.V. – Initiative Werte Bewusste Führung“ deutsche Top-Manager gebeten, Stellung zu beziehen. Im Buch „Ihre Werte, bitte!“, das heute im Gabler Verlag erscheint, gewähren Wirtschaftsführer Einblick in ihr persönliches Werteverständnis.
Jenseits offizieller Unternehmensverlautbarungen erläutern Manager in Aufsätzen und Interviews, welche Personen, Begegnungen und Ereignisse ihr Werteverständnis geprägt haben, und wie sie ihre Werte im Spannungsfeld zwischen Profitabilität, Nachhaltigkeit und sozialer Akzeptanz zu verwirklichen versuchen. Zu den 48 Managern, die sich in dem Band zu Wort melden, gehören unter anderem Rupert Stadler (Vorstandsvorsitzender Audi und Vorstandsmitglied Volkswagen), Kasper Rorsted (Vorstandsvorsitzender Henkel) und Professor Burkhard Schwenker (CEO Roland Berger Strategy Consultants).
Die Herausgeber des Buches, die Vorstände der Wertekommission, führen die Debatte um Werte in der Unternehmensführung seit Gründung der Initiative im Jahr 2004. Sie sind überzeugt, dass Werteorientierung in Unternehmen eine erhöhte Wertschöpfung zur Folge hat. Der ab heute im Buchhandel erhältliche Band „Ihre Werte, bitte!“ soll einen Beitrag leisten, das Wertebewusstsein in der Wirtschaftswelt zu fördern und neue Impulse für wertebewusste Führung zu setzen. In den Mittelpunkt ihrer Arbeit wie der aktuellen Publikation stellt die Wertekommission e.V. sechs Grundwerte: Vertrauen, Verantwortung, Mut, Respekt, Integrität und Nachhaltigkeit. Dieser Kanon entstand in zahlreichen Workshops, Diskussionsrunden und auf Basis repräsentativer Befragungen unter deutschen und europäischen Führungskräften.
„Ihre Werte, bitte!“
2010, 192 Seiten, geb., 39.95 €
ISBN 978-3-8349-2157-4
Für Rückfragen:
Wertekommission - Initiative Wertebewusste Führung e.V.
Geschäftsstelle Bonn
Tel. 0228-2425941,
Ansprechpartner Presse:
Mathias Bucksteeg, Tel. 0178-7030669
Sven H. Korndörffer, Tel. 0171-8667111
Wertekommission und Kölner Werte Institut starten dritte Führungskräftebefragung
Bonn, 27.01.2010 – Die „Wertekommission – Initiative Werte Bewusste Führung e.V.“ startet gemeinsam mit dem „KWI – Kölner Werte Institut“ ihre dritte Führungskräftebefragung. Nach den erfolgreichen Erhebungen aus den Jahren 2007 und 2009 zum Werteverständnis in der deutschen Wirtschaft steht diesmal das Wertebewusstsein der Führungskräfte im Zeichen der Krise im Mittelpunkt. Insbesondere soll untersucht werden, inwieweit die weltweite Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise das individuelle Werteverständnis verändert hat. „Unsere Studie wird Antworten auf die Frage geben, was Werte in und nach der Krise im Unternehmensalltag wert sind, welche Werte für den Einzelnen jetzt besonders zählen und wie sich die Bedeutung einzelner Werte womöglich verändert hat. Zudem wird die Studie Aufschluss darüber geben, ob sich Werte als Grundlage moderner Unternehmensführung auch in Zeiten der gerade durchlebten tiefen Krise behaupten konnten, deren Mitverursacher ja gerade ein Mangel an Werteorientierung in den Führungsetagen gewesen ist“, so Sven H. Korndörffer, Vorstandsvorsitzender der Wertekommission. „Wir erwarten eine größere Sensibilisierung der Führungskräfte für die Werte und eine stabilere Verankerung der Werte im unternehmerischen Alltag“, so Dr. Jürgen Wegmann, Geschäftsführer der Kölner Werteinstitut GmbH.
Die Teilnahme an der dritten Führungskräftebefragung der Wertekommission ist online über einen Link auf unserer Website www.wertekommission.de möglich.
Nicht erst seit Ausbruch der Krise hat das Thema werteorientierte Unternehmensführung stetig und nachhaltig an Bedeutung gewonnen. Das haben nicht zuletzt die vorangegangenen Führungskräftebefragungen der Wertekommission gezeigt. An der Befragung für die Anfang 2009 veröffentlichte Studie, die das Verhältnis von persönlichen Werten der Führungskräfte und Unternehmenswerten untersuchte, hatten bundesweit mehr als 500 Führungskräfte im Alter von 26 bis 40 Jahren teilgenommen. Zentrales Ergebnis dieser Studie war, dass Werte wie Vertrauen und Ehrlichkeit für jüngere Führungskräfte in Deutschland immer wichtiger werden. Zugleich hatte die Mehrheit von ihnen ein großes Defizit an werteorientierter Führung durch das Top-Management ihrer jeweiligen Unternehmen und eine mangelhafte Umsetzung der formal vorhandenen Wertesysteme beklagt. Die Studie kann hier heruntergeladen werden. Download Studie
Für Rückfragen:
Wertekommission - Initiative Werte Bewusste Führung e.V.
Geschäftsstelle Bonn
Yvonne Rimm-Voelkel
Tel.: 0228-2425941
Führungskräftebefragung 2009 der Wertekommission e. V.: Junge Manager beklagen Defizite bei Werteorientierung in Unternehmen
Bonn - Junge Manager beklagen Defizite bei Werteorientierung in Unternehmen
- 2. Führungskräftebefragung der Wertekommission - Initiative Werte Bewusste Führung e. V.
- Harte Kritik am Top-Management wegen mangelnder Konsequenz bei der Umsetzung von Wertesystemen
- Vertrauen und Ehrlichkeit für jüngere Führungskräfte am wichtigsten
Werte wie Vertrauen und Ehrlichkeit werden für jüngere Führungskräfte in Deutschland immer wichtiger. Zugleich beklagt die Mehrheit von ihnen ein großes Defizit an werteorientierter Führung durch das Top-Management ihrer jeweiligen Unternehmen und eine mangelhafte Umsetzung der formal vorhandenen Wertesysteme. Dies sind zentrale Ergebnisse einer Studie der "Wertekommission - Initiative für Werte Bewusste Führung e. V." in Zusammenarbeit mit dem "Deutscher Managerverband e. V.". Befragt wurden dafür bundesweit mehr als 500 Führungskräfte im Alter von 26 bis 40 Jahren.
"Viele Manager haben in der Krise erkannt, dass eine Werteorientierung hilft, in schwierigen Zeiten Kurs zu halten, und die Mitarbeiter glaubwürdig zu motivieren", erklärte Professor Dr. Burkhard Schwenker, CEO von Roland Berger Strategy Consultants und Mitglied des Kuratoriums der Wertekommission, anlässlich der Vorstellung der Studie. "Besonders die jungen Führungskräfte fordern Werte im Management ein - die Unternehmen tun gut daran, diesen Wunsch zu erfüllen."
Bundesweit ist der Anteil der Unternehmen, die über einen formal festgelegten und intern kommunizierten Wertekanon verfügen, gegenüber der ersten Führungskräftebefragung der Wertekommission aus dem Jahr 2007 zwar weiter auf nunmehr fast 80 Prozent gestiegen. In der Umsetzung klafft nach Wahrnehmung der Befragten allerdings eine große Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Mehr als zwei Drittel der jungen Führungskräfte erleben keine werteorientierte Führung durch das Top-Management. Immerhin fast 40 Prozent der Befragten sagen, ihre Unternehmen bezögen sich nur aus Marketinggründen auf Werte.
Die Skepsis bezieht sich insbesondere auf die Ernsthaftigkeit und Nachhaltigkeit, mit der Unternehmensleitungen die Implementierung von Werten betreiben. Aus Sicht von mehr als der Hälfte der jungen Führungskräfte sind Managemententscheidungen nicht transparent, sauber dokumentiert und nachvollziehbar. Nur 16 Prozent der Befragten geben an, Führungskräfte würden in ihrer Leistungsbeurteilung daran gemessen, wie sie die Unternehmenswerte umsetzen. Ganze 10 Prozent erleben, regelmäßig auf die jeweiligen Unternehmenswerte aufmerksam gemacht zu werden. Werte als Maßstäbe in Konfliktfällen - darauf vertrauen in ihren Unternehmen lediglich 8 Prozent. Durchgängig fehlen den Teilnehmern der Studie Strukturen für die Durchsetzung von Unternehmenswerten.
Als wichtigste Werte im Management mahnen junge Führungskräfte Vertrauen und Ehrlichkeit an. Daneben spielt auch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie gegenüber der ersten Befragung 2007 eine noch wichtigere Rolle. Die jungen Manager, das zeigt die Befragung, wollen immer weniger "Politik" im Unternehmen; sie wollen nicht einen großen Teil ihrer Arbeitskraft an Ränke, Intrigen, Taktieren und das Rätseln über die Strategie des Unternehmens verschwenden. Werte sind für sie die Basis, auf der sie sich in Ruhe auf ihre Arbeit und ihr Geschäft konzentrieren können.
"Für das Top-Management der Unternehmen ist die zunehmende Werteorientierung ihrer jüngeren Führungskräfte eine echte Herausforderung", so Vorstandsvorsitzender der Wertekommission, Sven Korndörffer. "Klar ist, dass ein neuer Standard für Unternehmenswerte entsteht: Gefragt sind nicht mehr lockere, frei interpretierbare Absichtserklärungen, sondern verbindliche, belastbare und berechenbare Abmachungen. Werte sind aus Sicht junger Führungskräfte längst kein weicher Faktor bei der Wahl ihres Arbeitsplatzes mehr. Sie sind vielmehr ein hartes Kriterium für die Beurteilung des eigenen Unternehmens geworden."
Für Rückfragen:
Wertekommission - Initiative Werte Bewusste Führung e. V.
Geschäftsstelle Bonn
Tel. 0228-2425941, E-Mail:
Werte als Management-Prinzip: Wertekommission e.V. startet Anzeigen-Kampagne
Bonn, 29. November 2007 – Mit einer bundesweiten Anzeigen-Kampagne in Zeitungen und Magazinen tritt die „Wertekommission – Initiative Werte bewusste Führung e.V.“ morgen an die breite Öffentlichkeit. Drei Jahre nach ihrer Gründung hat die Initiative die Unterstützung von rund 1.000 jungen Fach- und Führungskräften der deutschen Wirtschaft. In den von der Agentur red cell in Düsseldorf entwickelten Anzeigenmotiven vertreten junge Führungskräfte ihren Standpunkt zum Thema Werte. Namhafte Verlage unterstützen das Anliegen mit kostenlosen Anzeigen in ihren Publikationen, darunter die Zeitschriften „Capital“, „manager magazin“, „Harvard Businessmanager“ und „Brand eins“ sowie die „Süddeutsche Zeitung“, die „FAZ“, der „Pressesprecher“ sowie „politik & kommunikation“ und der „Immobilienmanager“.
Über die Wertekommission
Süddeutsche Zeitung - 02.03.2008
"Herz im Kühlfach" - von Nadja Brize
... "Verantwortung, Vertrauen, Respekt. Das sind Werte, die jeder schätzt. Aber bitte nach Feierabend. Wenn es sein muss, auch in Hochglanzbroschüren. Oder auf Festreden. Aber im Unternehmensalltag? Hier sind sie fehl am Platze. Hier zählen Zahlen. Sollte man meinen. Doch es gibt auch Manager, die auf Werte setzen und sie leben." ...
Financial Times Deutschland - 27.02.2007
"Die Ritterlichen" von Michael Prellberg und Benno Stieber
... "Junge Manager übernehmen gern Verantwortung und setzten sich für ethisches Handeln ein. Noch sind solche Werte im Unternehmensalltag nicht selbstverständlich - mutige Vorreiter sind dabei, dies zu ändern." ...
BrandEins "Anständig Führen" - 02/2006
"Goodbye Jonny" von Wolf Lotter
..." Sie suchen einen neuen Kurs. „Werte sind das Rückgrat der Gesellschaft“, ist auf der Website einer Gruppe junger Fach- und Führungskräfte zu lesen, die sich „Initiative Werte – Bewusste Führung“ nennt. Es sind sieben junge Manager, die eine bundesweite Diskussionsrunde gestartet haben, die seit fast zwei Jahren durch die Republik tingelt und Debatten entfesselt"....
