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März 2026
Podcast mit Prof. Dr. Jasmin Riedl
Jasmin Riedl ist Politikwissenschaftlerin mit Schwerpunkt auf politischer Kommunikation, Vergleichender Regierungslehre und digitaler Öffentlichkeit. Sie lehrt und forscht als Professorin an der Universität der Bundeswehr München. Ihre Arbeit befasst sich mit der Frage, wie digitale Plattformen demokratische Öffentlichkeit verändern, sowohl strukturell als auch in Bezug auf politische Auseinandersetzungen, gesellschaftliche Teilhabe und den Schutz demokratischer Institutionen vor digitalem Machtmissbrauch. 2007 erlangte sie den Magister in Politikwissenschaft, Mittlere und Neuere Geschichte und Philosophie an der Universität Köln. Anschließend wurde sie 2008 wissenschaftliche Mitarbeiterin (PostDoc) an der Professur für Politikwissenschaft unter besonderer Berücksichtigung der Innenpolitik und der Vergleichenden Regierungslehre der Fakultät für Staats- und Sozialwissenschaften der Universität der Bundeswehr München. Seit 2012 ist Riedl Mitglied des Forschungszentrums RISK – Risiko, Infrastruktur, Sicherheit und Konflikt. Nach ihrer Promotion 2014 schloss sie 2017 ihre Habilitation an der Fakultät für Staats- und Sozialwissenschaften der Universität der Bundeswehr München ab. 2019 übernahm Prof. Dr. Jasmin Riedl die Professur für Politikwissenschaft unter besonderer Berücksichtigung der Innenpolitik und der Vergleichenden Regierungslehre an der Universität der Bundeswehr München In ihrer Forschung untersucht sie politische Kommunikation im digitalen Raum: Wahlkämpfe, Polarisierung, Plattformstrategien, algorithmische Sichtbarkeitsmechanismen, Desinformation und digitale Gewalt. Sie leitet mehrere Forschungsprojekte, darunter: SPARTA zur plattformübergreifenden Analyse digitaler Diskurse; DeReach (gefördert vom Bayerischen Digitalministerium), das die Reichweite deutschsprachiger Desinformation systematisch untersucht; und CITS, ein Projekt zu Desinformation im Krisen- und Katastrophenfall (gefördert vom BBK).
Ihre Partner/innen reichen von Ministerien und Behörden über NGOs bis hin zu europäischen Forschungseinrichtungen. Sie beriet die OSZE Wahlbeobachter Mission zur Bundestagswahl 2025 und ist Ansprechpartnerin für den deutschen DSC. Sie bringt sie ihre Expertise regelmäßig in politische und gesellschaftliche Diskurse ein; sei es beratend gegenüber staatlichen Stellen auf Bundes- und Landesebene oder im Dialog mit zivilgesellschaftlichen Akteuren. Sie ist außerdem in der Wissenschaftskommunikation aktiv: bspw. mit Workshops für Schulen und in Fortbildungen für Multiplikator/innen.